Freitag, 14. Oktober 2011

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Großer Bruder, hilf: RTL II und der Mittelweg - DWDL.de

© RTL II

Die Frage, was RTL II heute ohne "Big Brother" wre, lsst sich nicht beantworten. Doch ohne Zweifel ist die Show der groe Leuchtturm im Programm des Senders, der allerdings hufig gerne mehr sein wollte als das, was man fr gemeinhin mit ihm verbindet.

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Denkt man an RTL II, so kommt man ohne Zweifel nicht an "Big Brother" vorbei. Kaum ein anderes Format prägte den Sender in den vergangenen zehn Jahren so sehr wie der große Bruder - auch wenn der die Show inzwischen in die Jahre gekommen ist und nur noch die besonders engen Fans anzusprechen scheint. Elf Staffeln hat es seit dem Jahr 2000 gegeben und schon oft stand die Zukunft der Sendung seither auf der Kippe. Mal war "Big Brother" der ganze Stolz des Senders, mal eher das ungeliebte Stiefkind, zu dessen Ausstrahlung man mehr oder weniger gezwungen ist.

RTL II wollte immer beides: Vom Schmuddelimage, das man sich noch in den 90er Jahren zulegte, kam der Sender nie ganz weg - auch, weil man durch immer neue Ballermann-Reportagen die Erwartungen des Publikums gerne bediente. Gleichzeitig holt RTL II das Wissensmagazin "Welt der Wunder" von ProSieben ins Programm und versucht mit aufwändigen Reportagen und Dokumentationen, wie etwa die bereits vor sieben Jahren gestartete "100 Tage"-Reihe, auch in anderen Feldern zu punkten. Auf der anderen Seite waren dann aber wiederum Trash-Dokus wie "Das Tier in mir" und "Abenteuer Afrika" zu sehen, die am Ende sogar den Verantwortlichen von RTL II als zu peinlich erachtet wurden.

Marktanteile - damals und heute (Gesamtpublikum)

Die beiden letztgenannten Formate, die noch dazu auch noch vom Publikum verschmäht wurden, waren wohl auch ein Auslöser zum Umdenken. "RTL stärkt das Qualitätsmanagement" hieß es im August vergangenen Jahres in einer reichlich dubiosen Pressemitteilung, die scheinbar nebenbei den Rauswurf der damalige Unterhaltungschefin Julia Nicolas erklärte. Sie wurde für die damaligen Misserfolge alleine verantwortlich gemacht - ganz so, als hätte bis dahin niemand anderes im Sender das eigene Programm gekannt.



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